Rundgang Teil 1 – Erdgeschoss (Zeitraum 1400 - 1900)


Der größte Schuh der Welt begrüßt als Blickfang die Besucher*innen im Eingangsbereich. Ein Begrüßungs-Video und über die ganze Ebene verteilte Themeninseln liefern dann eine spielerisch-lehrreiche Einführung in die bunte und vielfältige Welt der Schuhe. Der Rundgang setzt sich fort mit einer Einführung in die Geschichte des denkmalgeschützten Museumsgebäudes von 1929, der ehemaligen Hauensteiner Schuhfabrik GEBRÜDER SCHWARZMÜLLER. Daneben werden die Grundlagen der Lederverarbeitung vermittelt sowie Lederarten und alternative Werkstoffe erläutert. Es folgen Darstellungen zum Schuhmacherhandwerk im Mittelalter und der Neuzeit bis ins 18. Jahrhundert. Eine Rauminstallation dokumentiert die Ursprünge der pfälzischen Schuhindustrie im 18. und 19. Jahrhundert in Pirmasens sowie die damit verbundene Heimarbeit.
 
Die erste Phase von Unternehmensgründungen des 19. Jahrhunderts bis 1914 wird anhand pfälzischer Schuhfirmen skizziert. Beispielhaft werden die Anfänge der ältesten, 1886 gegründeten Hauensteiner Schuhfabrik GEBRÜDER SEIBEL dokumentiert, mit noch hand- und fußbetriebenen Maschinen. Weitaus komplexer sind eine Lederwalze und eine Oberledermessmaschine aus der Zeit um 1910. Eine Schuhmacherwerkstatt lenkt dagegen den Blick auf die handwerkliche Tätigkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zum Abschluss wird die älteste deutsche Schuhfabrik porträtiert, die 1838 gegründete Pirmasenser Firma PETER KAISER. Das Ende des Rundgangs markiert eine große Dampfmaschine der Pirmasenser Schuhfabrik RHEINBERGER. Die dort installierte audio-visuelle Medienstation zur Schuhindustrie und Schuhkultur lädt zum Verweilen ein.